„Zum Gipfel des musikalischen Glücks an diesem Abend avancierte aber die an innigem Ausdruck und makellosem musikalischem Vortrag nicht zu überbietende Altarie „Schließe mein Herze“ - mit Wolfgang Hentrich an der Solovioline, dem Continuo und der Altistin Annekathrin Laabs.

    Letztere in dieser Aufführung zu erleben, erwies sich generell als Genuss. Denn vor allem auch die erste Arie „Bereite dich Zion“ hört man kaum je so freudvoll und ausdrucksintensiv.“ schreibt Mareile Hanns in der SZ vom 17. Dezember 2018 über die Aufführung von Bachs Weihnachtsoratorium Kantate 1-3 mit dem Dresdner Kreuzchor und der Dresdner Philharmonie unter Leitung von Roderich Kreile. Jens Daniel Schubert über eine der drei Aufführungen in der DNN vom 17. Dezember 2018: „So entwickelt sich die Alt-Arie „Schließe mein Herze“ im dialogischen Wechselspiel mit der obligaten Solovioline, klangschön gespielt von Wolfgang Hentrich, zu einem ergreifenden Höhepunkt. Da reflektiert das Oratorium das Weihnachtsgeschehen, auf das sich die Zuhörer vorbereiten. Annekathrin Laabs singt, was der Evangelist der Mutter Jesu, Maria zuschreibt, aber allen Hörern nahegelegt wird. Das Wunder dieser Geburt gibt Hoffnung, die über den Augenblick hinausgeht.“


    Die Aufführungen des Weihnachtsoratoriums mit den Kruzianern in Dresden und mit den Thomanern im Berlin waren für mich äußerst emotionale Höhepunkte eines Jahres, in dem ich  von meiner Mutter Abschied nehmen mußte. Das Wunder der Geburt und des Lebens im Angesicht seiner Endlichkeit zu besingen, dazu in der Dresdner Kreuzkirche, in der Stadt, in der ich studiert habe und seitdem lebe, mit Ensembles und Musikern, die ich seit dem Studium bewundere, hat mich mit großer Dankbarkeit erfüllt. Zuerst meiner Mutter gegenüber, die mich auf der Suche, welches „mein“ Instrument werden könnte, mit ihrer Liebe zu Bach und zum Singen wohl mehr beeinflusste, als ich zunächst dachte. Ich danke meiner Familie, allen Lehrern* und Dirigenten*, Kantoren*, Regisseuren*, Kollegen*, Organisatoren*, aber auch Schülern* (und *-innen), durch die ich gelernt habe und noch immer lerne, wie man sich beim Singen und gemeinsamen Musizieren so frei fühlen kann, dass man die Zuhörer für einen Augenblick verzaubern darf, und das mit Hilfe der Musik, von der Leo Tolstoi sagte, sie sei „die Stenographie des Gefühls“.


In diesem Sinne sage ich noch einmal Danke und wünsche uns allen ein wunderschönes Jahr 2019, mit herrlichen Begegnungen und gemeinsamen Konzerten.